Infografiken

Wie Unternehmen ihre Social-Teams aufstellen, welche Unternehmensziele sie damit verbinden, mit welchen sozialen Netzwerken sie diese erreichen, wie sie sie messen, was die größte Social-Herausforderung ist und wie sich das alles im Vergleich zu vor drei Jahren entwickelt hat? Das und noch viel mehr haben uns 105 Social Media Manager zwischen dem 03.04.2017 – 26.06.2017 in einer nicht-repräsentativen Umfrage verraten. Teilgenommen haben die unterschiedlichsten Unternehmen: Von Großkonzernen wie der Deutschen Bahn, Siemens oder Bertelsmann über Automobil-Hersteller wie BMW, Audi oder Daimler bis hin zu Stadtwerken, Volks- und Raiffeisenbanken, Sparkassen oder Mittelständlern.

So sehen Social-Teams aus

Knapp drei Viertel der Social-Media-Teams in deutschen Unternehmen bestehen aus höchstens fünf Mitarbeitern (73%), wobei sogar fast jedes siebte davon als One-Woman/Man-Show organisiert ist. 2014 waren es nur zwei Drittel der Unternehmen, die maximal 5 Social-Media-Mitarbeiter zählten, davon allerdings 80% Ein-Frau/Mann-Teams. Das könnte an dem Trend liegen, zusätzlich zu einem Festangestellten noch Werkstudenten als Unterstützung zu beschäftigen (2017: 4%). Zwischen 5 und 10 Mitarbeiter zählen 12 Prozent der Befragten in ihrem Team. 14% beschäftigen mehr als 10 Social-Media-Manager. Vor drei Jahren hatte noch jedes vierte Unternehmen hat mehr als zehn Social-Media-Mitarbeiter. 35% der befragten Social Media Manager können eine abgeschlossene Social Media Aus- oder Weiterbildung vorweisen. 38% der Social Media Manager geben an, dass ihr Unternehmen Social-Media-Weiterbildung anbietet – im Gegensatz zu 2014, da waren es noch 53%. Besteht das Social-Team aus mehr als einem Mitarbeiter, betreuen 58% jeweils schwerpunktmäßig einen Social-Kanal oder teilen sich ihre Arbeit nach Kampagnenart auf (2014: 40%). 72% arbeiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf allen sozialen Kanälen (CRM, Marktforschung, Marketing) oder betreuen unterschiedliche Länder/Regionen/Sprachen.

Die Social-Missionen

Etwas mehr als zwei von drei Social Media Managern treibt die Unternehmenskommunikation, fast jeder fünfte sieht sich als Enabler, der Mitarbeitern anderer Bereiche Kompetenz in Social-Themen vermittelt – denn Social Media wird als Disziplin angesehen, die in Zukunft möglichst viele Mitarbeiter beherrschen sollten. 7% gaben an, dass Social Media so etwas wie eine Stabsabteilung darstellt (mit Projektmitarbeitern aus unterschiedlichsten Abteilungen, 2014: 12%). Nur 1% der Befragten sind im Kundenbeziehungsmanagement angesiedelt (2014: 6%). Bei 5 Befragten ist Social Media Marketing im Bereich des Online-/Performance-Marketings bzw. weiter gefasst, im Digital-Marketing angesiedelt, versteht sich aber als Schnittstelle in unterschiedlichste Bereiche.
Das organisationale Verständnis von Social Media spiegelt sich auch in den Social-Zielen der Befragten wider: PR und Marketing sind für nahezu 7 von 10 Social Media Managern am wichtigsten (2014: 8 von 10), gefolgt von Employer Branding (9%, 2014: 8%), CRM (7%, 2014: 9%) und Abverkauf (6%, 2014: 7%). Fünf Befragten (2014: 8) fiel es nicht leicht, sich für ein wichtigstes Ziel zu entscheiden – für sie ist es eine Mischung aus PR, Marketing, CRM und etwas Employer Branding.

Die wichtigsten Plattformen im Netz

Was sind die wichtigsten Plattformen für Social Media Manager? Keine Überraschung unter den ersten Plätzen: Wichtigstes Netzwerk ist Facebook mit 82% (2014: 75%), gefolgt von Twitter mit 8% (2014: 15%). Instagram ist auf Platz drei mit 5% (Vorjahr: 1%). Xing ist auf Platz vier mit 3% (Vorjahr auf Platz drei mit 6%) noch vor LinkedIn mit 2% (Vorjahr: 1%). Die größte Überraschung für uns: Weder Youtube noch das Corporate Blog wurde als Antwort auf die Frage genannt, welches das wichtigste soziale Netzwerk ist – und das, obwohl von 85% der befragten Social Media Manager Youtube nutzen und 7% (2014: 8) mindestens ein Blog betreiben.
Die top-genutzten Social-Kanäle überraschen kaum: Facebook mit 97% (2014: 96%), Youtube mit 85% (2014: 86%), Twitter mit 84% (2014: 89%), Instagram mit 76% (2014: 37%), XING mit 69% (2014: 74%), LinkedIn mit 49% (2014: 46%), Google+ mit 35% (2014: 37%), Pinterest mit 28% (2014: 45%), WhatsApp mit 26% (2014: keine Nennung), Snapchat mit 20% (2014: 1%), tumblr mit 8% (2014: 19%), Flickr mit 4% (2014: 19%), Foursquare mit 7% (2014: 25%) und Blogs mit 7% (2014: 8%).

Das Social-Media-Toolkit

Die Erkenntnis, dass eine professionelle Betreuung der Kanäle ein Mindestmaß an Investition in professionelle Tools erfordert, herrscht bei den von uns befragten Unternehmen zu 85% (2014: 82,2%). Dieser Anteil der Social-Media-Manager hat Zugriff auf mindestens ein Social-Media-Management und/oder -Monitoring Tool. Die Top-5 eingesetzten Angebote sind hier Hootsuite mit 30% (2014: 45%), kanaleigene Analytic-Tools mit 17% (2014: 7%), Tweetdeck mit 15% (2014: 16%), Facelift mit 12% (2014: Social Bench: 12%), Falcon mit 7% (2014: keine Nennung).

Die größten Social-Herausforderungen

Das Berufsbild des Social Media Managers ist etabliert, die Ausbildung professionalisiert – andere läuten schon die Sterbeglocken für die Social-Profession als Single-Disziplin ein: Die sozialen Netzwerke seien schließlich Werkzeug für jeden einzelnen Mitarbeiter, nicht nur für einige wenige. Das war 2014 so und trifft heute noch genauso zu. Allerdings ist es komplexer geworden, denn der Social-Markt ist so diversifiziert wie wenige andere – die Plattformangebote wachsen stetig, genauso wie die Möglichkeiten, die potenzielle Zielgruppe zu erreichen, die Frage nach der Monetarisierung bleibt.
Weitere Herausforderungen, die ein Großteil der 105 befragten Social-Media-Manager sehen: Den Trend von der One-to-Many-Kommunikation hin zur One-to-one-Kommunikation (Chatbots) oder zumindest zur Individualisierung, eine sinkende organische Reichweite, Live- und Bewegtbild-Inhalte sowie die stetig steigende Anforderung an Kompetenz in Social Advertising.

Der Wettkampf um Reichweite und Sichtbarkeit

Die größte Herausforderung (genannt von 38 Befragten) liegt darin, die Zielgruppen und -potenziale trotz Informationsflut mit guten, authentischen, relevanten und dialogfördernden Inhalten zu erreichen – und zwar zu informieren und zu unterhalten gleichermaßen. Gerade in Zeiten, in denen Facebook und andere Netzwerke ständig an ihrem Algorithmus arbeiten und dadurch sowie dank der Masse an Informationen die native, organische Reichweite sinkt, steigen die Kosten für die Sichtbarkeit der eigenen Inhalte: entweder dank erhöhter Ad-Spendings oder mittels Investition in neue Storytellingformate, wie Bewegtbild, Liveberichterstattung Augmented/Virtual Reality.

Trend zur Individualisierung

Wenn Content qualitativ hochwertig ist, ist den meisten Nutzern egal, ob die Quelle eine bestimmte Marke ist. Unternehmen müssen sich somit zukünftig viel mehr mit dem einzelnen Individuum auf sozialen Plattformen auseinandersetzen und ihn noch gezielter adressieren (genannt von 22 Befragten). Das geht einher mit dem Wunsch vieler, direkt angesprochen zu werden – also statt in Foren oder auf Pinnwänden per privater Nachricht im Messenger oder in geschlossenen Gruppen (z.B. Facebook- oder Whatsapp-Gruppen), zu denen Unternehmen keinen oder nur schwer Zugriff bekommen. Über gute Inhalte auch in solche Kanäle hineinzukommen, ist eine der größten Herausforderungen, verbunden damit, dass Skaleneffekte bei der Bearbeitung von Anfragen (eine Antwort hilft auch Lesern) bei einer 1-zu-1-Kommunikation nicht mehr gehoben werden können und der Kommunikationsaufwand immens ist, sei es personell oder technologisch – denn in großem Umfang helfen hier nur noch Chat-Bots.

Social by Design

Gefragt nach den größten Herausforderungen in ihrem Berufsalltag, antworten 14 Befragte, dass sie immer noch für die Integration von Social Media kämpfen müssen, weil viele Unternehmen noch nicht begriffen haben, dass ihre Produkte und Dienstleistungen nicht fertig sind, wenn sie den Kunden erreicht haben, sondern dass ein konstanter Dialog gepflegt werden muss. Es geht um dialogorientierte Inhalte, Interaktion und Kommunikation der Marke mit den Kunden, Fans und Followern – auch über das Internet hinaus und mit den verschiedensten Zielsetzungen im Blick. Zeit also für Social Media Manager als vernetzte Botschafter die Silos aufzubrechen, über Abteilungsgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten und Social by Design zu werden – Social Media als integrierten und interdisziplinären Ansatz zu sehen und das intern wie extern, Stichwort: Social Collaboration. Um aber das volle Potenzial von Social Media auszuschöpfen, muss jeder einzelne Mitarbeiter vom Nutzen der Netzwerke überzeugt sein, beginnend bei der Unternehmensleitung – denn der Kunde ist schon so weit: Social Media ist Alltags-Internet, Indutry 4.0 leider noch nicht.

Schnelllebigkeit

Die Weiterentwicklung der „täglichen“ Social Media Tools und deren Entwicklung ist eine Herausforderung, die 12 der Befragten nannten, z.B. sehr gut zu beobachten am Beispiel Snapchat. Zunächst alleine auf dem Markt, bietet inzwischen Facebook, Whatsapp und auch Instagram mit „Stories“ jedes Tool die Möglichkeit, jedem seine persönliche Geschichte erzählen zu lassen und vor allen Dingen verschiedene Zielgruppen zu erreichen. Die technologischen Weiterentwicklungen zu verfolgen, zu evaluieren und in den eigenen Social-Toolkit aufzunehmen, sofern relevant für die eigenen Social-Ziele, ist sehr fordernd und gerade mit wenigen Ressourcen schwerlich ohne externe Agentur realisierbar.

Der Social ROI

Genau hier liegt eine weitere Herausforderung, die 6 Befragte äußerten: Monetarisierung bzw. eine überzeugende Antwort auf die Frage nach dem Return of Invest zu finden. Alle social-agierenden Abteilungen müssen dem Ressourcen-Einsatz immer stärker klar definierte Einnahmen gegenüberstellen. Der Kosten-Druck wird größer. Es wird folglich immer wichtiger, klare KPIs zu definieren, die auf Unternehmensziele einzahlen und diese mit den dafür geeigneten Tools zu messen (vier Befragte nannten Monitoring als größte Herausforderung). Außerdem wird es immer entscheidender, der propagierten ROI- und Performance-Diskussion entgegenzuwirken – nicht nur mit Ergebnissen, deren Forderung in den jeweiligen Bereichen durchaus legitim ist, sondern auch mit überzeugenden inhaltlichen Konzepten für Branding, Image und Kundenbindung. Die Customer Journey in Social Media muss erwachsen werden – gerade in Zeiten immer stärker nachlassender Markentreue und zunehmender Bedeutung von (Freundes-)Empfehlungen.

Hater, Fake-News und Datenschutz

Ebenso als Herausforderungen genannt: Vertrauen aufzubauen, durch relevanten, validen, dialogorientierten Content, denn die Angst vor Fakenews ist immer präsent. Bei der Kommunikation zeichnet sich ein Trend des rauhen, harschen Umgangstons ab – bis hin zu provizierten Shitstorms oder regelrechten Hate-Speeches. Den Umgang damit im Griff zu haben, erfordert viel Fingerspitzengefühl und ein unglaublich hohes Maß an Kommunikationsstärke. Die zeitintensive Beschäftigung mit den Socia Media Analytics wird genauso von einigen herausfordernd gesehen (5 Befragte), wie die Konsolidierung aller Kunden- und Social-Daten und eine datenschutzkonforme Nutzung zur gezielten Kundenansprache (6 Befragte).

Hintergrund der Social-Studie

Die Studie wurde im Zeitraum vom 03.04.2017 – 26.06.2017 durchgeführt, teilgenommen haben 105 Befragte, die per XING und in geschlossenen Facebook-Social-Media-Manager-Gruppen akquiriert wurden. Die komplette Studie gibt es als Download hier.

Alle Daten im Überblick: Die Infografik

Social Media in Zahlen 2017

Geschrieben von | April 17, 2017 | Infografiken, Jobtipps

Die Hälfte der Weltbevölkerung nutzt das Internet. 37% aller Menschen sind aktive Social-Media-Nutzer, 66% nutzen ein Smartphone und rund jeder dritte ist aktiver Social-Media-Nutzer vom Smartphone aus.

Durchwegs positive Entwicklungen seit 2016. Am meisten gewachsen sind die mobilen Social-Media-Nutzer mit +30%, die aktiven Social-Media-Nutzer mit +21%. Die weltweite Internetnutzung ist um +10% gewachsen und die mobilen Internetuser um +5%.

Die aktivste Social-Media-Region ist (Südost-)Asien.

Die meist genutzten Social Networks und Instant Messaging-Dienste weltweit:

  • Facebook mit 1,871 Mrd. Nutzern
  • Youtube, WhatsApp und Facebook Messenger mit ca. 1 Mrd. Nutzern
  • QQ mit 877 Mio. Nutzern (Instantmessagingdienst in Asien)
  • WeChat mit 846 Mio. Nutzern
  • QZone mit 632 Mio. Nutzern (chinesisches Social Network, das Blogs, Tagebücher, Foto- und Videosharing und Musikhören ermöglicht)
  • Instagram mit etwa 600 Mio. Usern
  • Tumblr mit 550 Mio. Usern
  • Skype, Snapchat und Baidu Tieba (größte chinesische Kommunikationsplattform) mit etwa 300 Mio. Usern
  • Sina Weibo (größter chinesisches Mikroblogging-Dienst) mit 297 Nutzern
  • Line (japanisches Instant Messaging-Tool) mit 217 Mio. Nutzern
  • Pinterest mit 150 Mio. Nutzern
  • YY (chinesische Video-Social-Network) mit 122 Mio. Nutzern
  • LinkedIn mit 106 Mio. Nutzern
  • BBM (Instant Messanger), Telegram und Viber (Instant Messaging und VoIP-Dienst) mit etwa 100 Mio. Usern
  • VKontakte (das „russische Facebook“) mit 90 Mio. Nutzern
  • Kakaotalk (Mobiler Messanger-Dienst) mit 49 Mio. Nutzern

Social-Trends 2017
Social Media macht der Internetsuche Konkurrenz. Irgendwie nachvollziehbar, denn im echten leben schenke ich auch Empfehlungen von Bekannten und Freunden oder Freunden von Freunden als von Fremden.
Social Commerce wächst an Bedeutung.

Was 2017 im Social Media Marketing wichtig ist
Social Media ist nicht immer trackbar – die Grauziffer an Usern, die über die sozialen Webseiten zur Seite geleitet werden oder mit der Marke in Kontakt kommen ist viel höher als die, die man mit Analytics-Programmen messen kann.
Video ist weiterhin King in Sachen Content, jetzt ziehen Videos im Social Advertising unglaublich an.
Das erkennen auch Unternehmen und investieren in die Digital-Skills ihrer Mitarbeiter.
Es waren noch nie so viele Menschen online vernetzt wie heute. Online-, insbesondere aber Social Media Marketing sollte also bei jedem im Marketing-Mix eine Rolle spielen, im Lokalen wie im Globalen. Die technologischen Fortschritte bringen neue Vertriebs- und Kommunikationswege, die innovative Produktentwicklung ermöglichst, wie selten zuvor.
Es sollte sich also jeder Marketer fragen, welche Webseiten, Plattformen, Apps und Netzwerke seine oder ihre Zielgruppe nutzen und welche die größte Relevanz für das eigene Produkt haben. Genauso wichtig: Was motiviert die Zielgruppe? Was spricht sie an und wie können Sie mit nutzwertigem Content informieren oder unterhalten, sodass er mit Ihrer Marke und Ihren Produkten in Kontakt kommt? Und: Wie kann eCommerce und Social-Selling helfen, um die Kauferfahrung „rund“ zu machen.

Infografik von Hootsuite dazu:

Where-Should-You-be-Active-Global-Social-Media-Usage-Stats-for-2017-1

  • Live-Berichterstattung wird noch wichtiger als es schon 2016 war.
  • Social-Bots wie Allo oder Resi werden in der Kommunikation, nicht nur von Medienunternehmen, mehr Verwendung finden.
  • Fakenews und Propaganda sind Herausforderungen, deren Bekämpfung an mehreren Fronten stattfinden (müssen).
  • Der Effekt von Clickbaiting wird weiter abnehmen (endlich)
  • Content, Content, Content: Neue Storytelling-Formate, neue Verbreitungskanäle und die Kommunikation mit den Nutzern auf Augenhöhe: Entscheidende Erfolgskriterien für eine effektive Social-Arbeit
  • Audio- und Video-Inhalte werden noch wichtiger (vor dem Hintergrund von Amazon Echo, Google Home, Siri und Co)

Noch mehr Ausblicke geben diverse Social-Media-Köpfe auf der Webseite von Jörgen Camrath.

Eine wunderbare Infografik dazu von sproutsocial.com:
6-social-media-trends-2017-infographic

Social Media Tools 2017

Geschrieben von | Januar 29, 2017 | Infografiken, Jobtipps

Welche Tools für welchen Zweck? Was sind die besten? Welche neuen Programme gibt es? Diese Fragen beantwortet regelmäßig die Agentur Overdrive Interactive mit einer interaktiven Karte:

Bildschirmfoto 2017-01-29 um 14.35.20

Social Media Zahlen 2016

Geschrieben von | Mai 1, 2016 | Infografiken

Einen fundierten und sehr detaillierten Überblick über die Social-Media-Zahlen in Deutschland 2016 gibt Christian Buggisch in seinem Blog. Im Überblick zusammengefasst:

  • Facebook: 26 Mio.
  • Google+: zwischen 600.000 und 6 Mio.
  • Twitter: zwischen 0,5 und 12 Mio.
  • XING: 9,2 Mio.
  • LinkedIn: 8 Mio.
  • Instagram: 9 Mio.
  • Pinterest: 3 Mio.
  • Foursquare: 600.000
  • Whatsapp: 35 Mio.
  • Snapchat: 9 Mio.
  • Youtube: 6 Mio.

Weltweite Zahlen (Quelle: Social Media Institute):

  • Facebook: 1,65 Milliarden (April 2016) Nutzer pro Monat
  • Instagram: 400 Millionen
  • Twitter & Vine: 320 Millionen
  • Google+: 235 Millionen (aktiv)
  • LinkedIn: 350 Millionen
  • Whatsapp: 1 Milliarde
  • Snapchat: 100 Millionen täglich aktive Nutzer
  • Pinterest: 100 Millionen

 

Social Media-Anwendungen in der internen Kommunikation deutschsprachiger Firmen nehmen deutlich zu, sind jedoch immer noch stark unterentwickelt; Hauptgrund dafür ist eine fehlende Vertrauenskultur in vielen Organisationen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Befragung von 559 Unternehmensvertretern und -beratern durch die Hochschule Macromedia und die SichtWeise Kommunikationsberatung, die in der aktuellen April-Ausgabe der Fachzeitschrift prmagazin exklusiv erstveröffentlicht wird.

Nur bei rund 20 Prozent der Unternehmen spielen laut Studienbefund aus dem Januar 2016 bisher interne Social Media eine große oder sehr große Rolle in der Organisationskommunikation, etwa im Rahmen sogenannter „Enterprise Social Networks“ (ESN). Dabei ist der Wert für den Austausch zwischen unterschiedlichen Hierarchieebenen minimal höher als der innerhalb derselben Führungsstufe (20,8 gegenüber 20,4 Prozent). Weit vorne liegt mit 57,4 Prozent aber weiterhin der vergleichbare Einsatz von Social Media für die externe Kommunikation wie Facebook, Instagram, LinkedIn, Twitter, XING oder YouTube.

Insgesamt weisen diese Werte gegenüber einer Vorgängerstudie derselben Autoren von vor zweieinhalb Jahren fast eine Verdoppelung auf: Im Juni/Juli 2013 sahen eine vergleichbare Bedeutung sozialer Medien nur 11,9 bzw. 12,2 Prozent bei interner und 32,7 Prozent bei externer Kommunikation. Geht es um die Nutzungsabwägung interner sozialer Medien, so gewinnt der Aspekt „besserer Wissenszugang“ als Vorteil etwas hinzu (von 64,3 auf 68,3 Prozent), wohingegen bei den Nachteilen der „größere Betreuungsaufwand“ (von 52,4 auf 51,2 Prozent) leicht abnimmt.

Erstmals in der 2016er Studie wurde explizit nach der Bedeutung von Vertrauen für die erfolgreiche Arbeit mit internen Social Media gefragt. 88,3 Prozent schätzen Vertrauenskultur hier als (sehr) wichtig ein, wobei nur 29,8 Prozent diese auch in ihrer eigenen Organisation als (sehr) stark ausgeprägt erleben. „Dabei spielen internes Web 2.0 & Co. in Unternehmen mit stark ausgeprägter Vertrauenskultur eine weit größere Rolle als in Unternehmen, in denen eher Misstrauen herrscht“, sagt Prof. Dr. Holger Sievert von der Hochschule Macromedia in Köln zu den Ergebnissen. Horst Pütz von der SichtWeise Kommunikationsberatung ergänzt: „Vertrauen ist somit ein klarer Erfolgsindikator für die Nutzung und Akzeptanz von internen Social Media sowie damit gleichermaßen für die Bewältigung der digitalen Transformationen in Unternehmen.“

An der Umfrage haben insgesamt 1.011 Personen teilgenommen, von denen 800 hauptberuflich in oder für Unternehmen arbeiten und wiederum 559 den Fragebogen bis zum Ende beantwortet haben; die Studie entstand in enger Zusammenarbeit mit einem Studierendenlehrprojekt im Studiengang „Medienmanagement“ der Hochschule Macromedia. Wesentliche Erkenntnisse werden noch auf nationalen und internationalen Fachtagungen präsentiert, u. a. auf der World Class Digital Transformation Communication Edition sowie dem International PR Research Symposium Bledcom. Die aktuelle siebenseitige Erstveröffentlichung kann über das e-paper des PR-Magazins online unter https://epaper.prmagazin.de/april2016 eingesehen werden; weitere Veröffentlichungen der Autoren zur Studie sind in Vorbereitung.

Social Media Landkarte 2015

Geschrieben von | Februar 8, 2015 | Infografiken

Die Social Media Welt wächst gefühlt minütlich um neue Angebote – und dazu kommen oft Tools, um sie fernzubedienen oder zu analysieren. Overdrive Interactive veröffentlicht schon das dritte Jahr im Folge eine sehr umfassende Social Media Landkarte: Sie besteht 2015 aus mehr als 250 Webseiten, Apps, Tools, mobile Apps und sozialen Netzwerken.

Unbedingt ansehen – oder als PDF (mit Links) herunterladen:
Social Media Landkarte

Die Deutschen und ihre sozialen Netzwerke

Geschrieben von | November 4, 2014 | Infografiken

Der TÜV Nord und Statista haben die Social Networks Facebook, Google+, LinkedIn und XING untersucht und Unterschiede bei Nutzung, Pflege und Bewertung der jeweiligen Profile analysiert.

Spannende Ergebnisse:

  • Nutzer von XING und Facebook sind am längsten dabei
  • XING-Nutzer haben das größte Netzwerk
  • Facebook-Nutzer pflegen ihre Profile am intensivsten
  • Privat ist Facebook für viele unverzichtbar, XING ist für Berufstätige unverzichtbar
  • In puncto Nutzerzufriedenheit ist XING ganz vorne dabei, Google+ schneidet am schlechtesten ab
  • XING und LinkedIn erscheinen seriös, Facebook weniger
  • 60% der Facebook-Nutzer müsste man 500 Euro zahlen, damit sie ihr Profil löschen
  • Personaler nutzen vorrangig Facebook und XING für Recruiting-Zwecke

soznetz

Google stoppt Authorship

Geschrieben von | August 31, 2014 | Infografiken, Jobtipps

Google stellt  Google-Authorship ein. Das Web sollte an Anonymität verlieren, schreibt Eric Schmidt in seinem Buch “The New Digital Age”. Google-Suchergebnisse wurden nicht mehr nur als einfache Links angezeigt, sondern immer häufiger mit einem Foto und dem Namen des Autoren zusammen. Was dahinter steckte? Der Google-Authorrank, ein Algorithmus, der aus der Menge an geschriebenen Artikeln eines Autoren und deren Beliebtheit (Anzahl an Likes/+1, Teilen,…) die Wichtigkeit eines Autoren im Netz bestimmt und demnach die Relevanz der Suchergebnisse rankt. Suchmaschinenoptimierung war also social geworden, denn für einen Google Author Rank brauchte man ein Google+-Profil. Das soll der Geschichte angehören. Nachdem Google bereits seit einigen Wochen immer mehr Teile der Authorship-Strategie zurückgezogen hat, wie z.B. die Abbildung des Autors bei Fundstellen mit Autorenzuordnung, erklärte Google-Analyst John Mueller in einem Google+-Post nun das endgültige Aus von Authorship:

“We’ve gotten lots of useful feedback from all kinds of webmasters and users, and we’ve tweaked, updated, and honed recognition and displaying of authorship information. Unfortunately, we’ve also observed that this information isn’t as useful to our users as we’d hoped, and can even distract from those results. With this in mind, we’ve made the difficult decision to stop showing authorship in search results.”

Google erklärte Google Authorship wie folgt:

Ein kleiner Überblick zu Google Authorship und wie es funktionierte: Es gibt seit 2005 den so genannten „Agent Rank“, der heute als „Author Rank“ bekannt ist. Dieser Rank dient nicht nur der Zuordnung von Content zu bestimmten Autoren, sondern vor allem der Verbesserung der Suchergebnis-Qualität. Denn nach und nach wird auch bei der Verlinkung und der Bewertung von Backlinks eher auf Klasse statt auf Masse geachtet. So kann dann ein Link von einem anerkannten Authoren bei Google zu einem bestimmten Thema das eigene Ranking viel mehr beeinflussen als hunderte in Googles Autorenriege nicht identifizierbare Links.

Damit endet dann wohl auch die bisher scheinbare Demokratie im Web, denn wer am besten/meisten schreibt, siegt – aber so ist es in der realen Welt ja auch: Der Ratschlag eines gestandenen Wirtschaftsjournalisten ist in Finanzsachen mehr wert, als der eines guten Freundes, der Kunsthistoriker ist, sich aber für Finanzen interessiert. Wie genau der Bewertungsalgorithmus funktioniert, verrät Google nicht. Um dabei zu sein und sich als Experte für bestimmte Inhalte zu etablieren, braucht man ein Google+-Profil. Die Internetseiten, auf denen man selbst als Autor tätig ist, gibt man bei „Über mich“ > „Links“ > „Blogs/Websites“ an.

Bei der Autoren-Angabe zu jedem geschriebenen Artikel muss das Google+-Profil verlinkt werden – und zwar so: „< a href=“https://plus.google.com/ 109412257237874861202?rel=author“ >Vorname Nachname< /a >“. Wichtig ist der Zusatz „?rel=author“, denn dank ihm erkennt Google, dass man der Autor des Artikels ist. Die im Beispiel genannte URL muss natürlich mit der eigenen ersetzt werden…

Für WordPress-Blogs gibt es das Google-Plus-Authorship-Plugin, das die Google-Autorenlinks automatisiert für alle WordPress-„Redakteure“ setzt, wenn man im jeweiligen Benutzerprofil seinen Google+-Profil-Link angibt.

Ob alles richtig verdrahtet ist, sagt einem übrigens die Google-eigene Testseite für strukturierte Daten. Einfach die Webseite eingeben, um die es geht und auf „Vorschau“ klicken – sehen Sie dann die Webseite verknüpft mit einem Bild von Ihnen und Ihrem Namen, hat alles geklappt. Falls nicht, gibt das Tool Hinweise, woran es liegen könnte.

Einmal dafür gesorgt, dass die eigenen Artikel mit dem Google-Authorship-Link „gekennzeichnet“ sind, geht es für den eigenen Authorrank bergauf: Je besser die eigenen Artikel positiv bewertet  (+1, Likes), gelesen oder geteilt werden, desto stärker wird der „Author Rank“, welcher wiederum das Ranking der im Artikel verlinkten Seiten beeinflussen kann. Wenn man z.B.  auf eine externe Webseite verlinkt, wird die Stärke des eigenen Authorranks mit diesem Link „mitgegeben“. Je besser der eigene „Author Rank“, desto wertiger die Links für die verlinkte externe Webseite, und desto besser das damit verbundene Ranking. Voilá: Und schon entsteht ein neues Geschäftsmodell des Backlinkings.

Weitere gute Anleitungen zum Thema: 

Eine nette, animierte Infografik zum Thema von VerticalMeasures.com:

Google-Author-Rank

 

 

Tipps für Google+

Geschrieben von | August 17, 2014 | Infografiken, Jobtipps

Google+ fristet in vielen Unternehmen ein Dasein als Nischen-Netzwerk. Zu Unrecht, wie viele Marketiers erkennen – denn in Google+ steckt viel Potenzial: Plus-Profile ranken in der Google-Suche gut, die Social-Signal-Daten basieren im Wesentlichen auf Google+, Google+-Links zahlen auf den Pagerank ein, Authorship bringt Relevanz, Relevanz bringt Follower, Follower teilen Inhalte … der Beginn eines „Influence-Loops“ und der Grund, warum in 5 Jahren vermutlich nahezu jedes Unternehmen ein Goolge+-Profil besitzen und pflegen wird, während momentan die meisten ihr Profil hpts. für B2B-Kommunikation nutzen.

Ein paar Tipps für die Google+-Nutzung:

  1. Wähle einen aussagekräftigen Profilnamen, denn dieser wird in der URL genannt.
  2. Fülle dein Profil mit vielen Informationen – dem Nutzer muss klar werden, warum er dem Profil folgen soll.
  3. Starte mit mindestens 80% Nutzwert- bzw. Unterhaltungsposts und 20% werblichen/abverkaufsorientierten/… Posts und steigere den Anteil erst dann, wenn die Follower-Basis groß ist.
  4. Lese und folge Influencer-Kreisen, besuche und engagiere dich in Communities of Interest oder gründe eine eigene Community.
  5. Update dein Profil 2-3 Mal täglich, poste mindestens 2 Posts pro Woche.
  6. Nutze Hangouts!
  7. Plusse, kommentiere und teile fleißig – nicht nur eigene Inhalte.
  8. Nutze Hashtags

Business2community hat die Tipps in eine nette Infografik gegossen:
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