5 Vorhersagen für 2018: Social Media Marketing auf Facebook

Geschrieben von | Oktober 29, 2017 | Jobtipps

Bald ist Weihnachten. In der Social Media Marketing Welt kann das nur eines bedeuten – Vorhersagen für kommende Jahr zu treffen. Wir starten mit Facebook.

Facebook 2017

Facebook hatte ein gutes 2017 – mit vielen Herausforderungen, z.B. die Frage, wie ihre Plattform möglicherweise den Ausgang der Präsidentschaftswahlen 2016 in den USA beeinflusst haben könnte. Diese Frage hat zu verschiedenen Änderungen geführt, etwa dazu, mehr Wert auf Transparenz und das Erkennen/Aufspüren von Fakenews zu legen.

Augmented Reality auf dem Vormarsch

Facebook setzte Augmented Reality zu Beginn des Jahres auf ihrer F8-Konferenz in den Mittelpunkt – und das aus gutem Grund. Da alle großen Tech-Spieler auf der Suche nach der nächsten (R)Evolution der Kommunikation sind, kann Facebook diesen Trend nicht auslassen – im Gegenteil: Facebook hat die Mittel und Möglichkeiten, eine Vorreiterrolle zu übernehmen.

Vor zehn Jahren, sagte Zuckerberg, bestand das Internet hauptsächlich aus Texten, dann waren Fotos auf dem Vormarsch – jetzt sind es Videos: ein klarer Entwicklungsschritt, denn wir lieben die Medien, die uns am besten in die Lage versetzen, unsere Gefühle und Eindrücke einzufangen und weiterzugeben.

„Die Frage, die Sie sich stellen müssen, ist:‘ Ist das Video das Ende?“ Nein, denn: für mich ist es VR der nächste Schritt: diese Präsenz, das Gefühl, mit jemandem irgendwo zu sein.“, so Zuckerberg und kündigte im nächsten Atemzug auf der F8-Konfernez eine Plattform für Augmented Reality an.

Snapchat arbeitet bereits an ähnlichen Projekten: Mit dem Feature „New World Lenses“ kann künftig jeder User 3D-Darstellungen ins Kamerabild integrieren. Außerdem will Snapchat die Welt mit virtuellen Kunstwerken verschönern – basierend auf Augmented Reality.

Die Facebook-Augmented-Reality-Erweiterung sollen unter anderem standortbezogene Anzeigen, die Sie über Ihre Handykamera „sehen“ können, ermöglichen – öffnen Sie beispielsweise Ihre Facebook-Kamera, und Sie können Informationen über lokale Unternehmen anzeigen und sogar auf Sonderangebote und Rabatte zugreifen, die auf Bilderkennung basieren.

Während Snapchat, wie bereits erwähnt, auf ähnliche Weise arbeitet, sind es Apple und Facebook, die den Augemnted-Reality-Weg weisen werden – und weil die Smarte-Brillen-Technologie, die vielleicht irgendwann das Smartphone ersetzen wird, noch lange nicht alltagstauglich ist, spielt das Smartphone für den Alltagsgebrauch eine große Rolle.

Die virtuelle Realität wird social

Und dann gibt es natürlich noch eine weitere andere Ebene – die virtuelle Realität. Auch hier gewinnen soziale Netzwerke an Bedeutung, weil sich immer mehr Gamer vernetzen und begegnen wollen. Facebook hat bereits Schritte in Richtung soziale Interaktion im VR-Umfeld unternommen, so dass es kaum überraschend sein wird, dass sie 2018 noch weiter voranschreiten werden.

Die größte Einschränkung bei VR ist natürlich der Preis. Während Facebook ein neues kabelloses, eigenständiges Oculus Go-Headset zum Preis von 199 Dollar einführen möchte, benötigen Sie für das volle VR-Erlebnis immer noch einen leistungsstarken PC, um die Back-End-Verarbeitung auszuführen, und die Kosten für den PC allein belaufen sich derzeit auf über 800 Dollar. Dennoch: VR-Systeme werden erschwinglicher, die Akzeptanzraten werden weiter steigen.
Klar ist es nicht der Mega-Trend 2018, aber VR ist bedeutend.

Messenger als eCommerce-Plattform

Sogar Zuckerberg selbst hat zugegeben, dass die Monetarisierung von Messengern langsamer verläuft, als sie gehofft hatten. Mit der Einführung von Bots sollte eine neue Ära des Messagings eingeläutet werden, die dem Trend asiatischer Benutzer folgend, die mittlerweile Plattformen wie WeChat für praktisch alles nutzen, Messengers zur zentralen Plattform ins Web machen, einem Bindeglied, das fast jede Interaktion im täglichen Leben erleichtert: vom Informieren bis hin zum Shopping, Kundensupport, Marketing, etc.

Aber die Bot-Revolution ist noch nicht passiert. Warum? Ein Teil des Problems scheint in der Wahrnehmung vieler zu liegen, dass User die Messenger nur dazu nutzen wollen, Nachrichten zu verschicken. Diese Annahme wird zunehmend weniger populär. Aber dieser Prozess braucht Zeit. Ein weiterer Grund war die Unfähigkeit, Zahlungen schnell und einfach über einen Messenger abzuwickeln. Mit WeChat ist es sehr einfach, Zahlungen zu tätigen. Das geht auch mit anderen Messengern, aber eben nicht so intuitiv – es ist deutlich aufwändiger, als ein Ein-Klick-Einkauf. Aber auch das könnte sich ändern.

Erst kürzlich kündigte Facebook einen neuen Peer-to-Peer Bezahlprozess über PayPal für US-Nutzer an, während sie mit Finanzinstituten in anderen Regionen zusammenarbeiten, um ähnlich einfache Zahlungstools bereitzustellen.

Natürlich werden solche Entwicklungen mit zunehmendem Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre verbunden sein – ein Grund, warum Facebooks Vorpreschen zunächst auf Amerika begrenzt ist, der Datenschutz ist dort weitaus lascher als hierzulande. Aber auch für Europa soll und wird es bald datenschutzkonforme Lösungen geben. Klarer Trend für 2018.

Verbesserte Werbemöglichkeiten

Facebook wird sich auch bemühen, mehr Möglichkeiten zur Verknüpfung von Online-Anzeigen mit Offline-Käufen einzuführen und die Analysefunktionen für Werbekampagnen optimieren. Dies könnte ein großer Schwerpunkt der Plattform werden – da Facebook bei der Wahlanzeigenprüfung so intensiv unter die Lupe genommen wird, wird die Plattform mehr Transparenz schaffen, um nicht nur die Nutzer zu beruhigen, sondern auch zu beweisen, dass ihre Werbeoptionen tatsächlich Ergebnisse generieren.

Facebook hat zwa bereits stark daran gearbeitet, Offline- und Online-Verbindungen zu schaffen und die Analysemöglichkeiten des Kampagnen-Erfolgs zu verbessern, etwa mit „Conversion Lift“ und „Besuche im Geschäft“-Anzeigenoptionen, aber es wird um mehr gehen: Facebook wird die Beacons überarbeiten und QR-Codes künftig intensiver nutzen (seit diesem Jahr unterstützt etwa der Messenger schon die Erkennung von QR-Codes).

Darüber hinaus wird Facebook gezwungen sein, transparenter zu machen, wie der Newsfeed tatsächlich funktioniert. Viele Fragen sind im Anschluss an die US-Wahluntersuchung aufgeworfen worden, und der Rückgang der organischen Reichweite für Pages drängt mehr Marken dazu, alternative Lösungen zu suchen, anstatt sich auf das Social Network zu verlassen. Facebook muss zwar regelmäßigen Nutzern Vorrang vor Marken einräumen, aber Facebook braucht Marken, die die Plattform nutzen, damit sie Anreize für weitere Anzeigenkäufe erhalten – da die Reichweite weiter abnimmt, muss Facebook möglicherweise genau erklären, warum Pages an Boden verliert und was Unternehmen dagegen tun können.

Plattform-Entwicklung

Darüber hinaus wird Facebook auch in den internationalen Märkten – insbesondere in Indien und Südostasien – weiter expandieren, um seine Marktpräsenz zu erhöhen und neue Technologien über seine anderen Plattformen zu entwickeln.

Zum Beispiel hat Facebook eine Menge Arbeit in die Bilderkennung gesteckt, die wahrscheinlich irgendwann mehr Nutzen für Instagram haben wird als für Facebook selbst. Was die Künstliche Intelligenz in Sachen Bilderkennung jetzt schon kann zeigt dieser Artikel von t3n.

Es wird auch Entwicklungen in anderen Regionen der Welt geben, die große Impulse für Facebook liefern werden, aber in den westlichen Märkten weniger relevant sein werden.

Traditionell haben die USA bei allen wichtigen Plattformen eine Vorreiterrolle gespielt, und wir sehen, dass wichtige Updates zuerst dort auf den Markt kommen, aber wir werden diese Verschiebung wahrscheinlich bald sehen, da Facebook in anderen Bereichen anders genutzt wird.

Bei Facebook passiert immer wieder etwas Neues, sei es die Entwicklung ihrer Internet-Versorgungsdrohne Aquila, ihre eigene Video-Plattform „Watch“ (Watch wird stetig wachsen und in weitere Regionen ausgerollt, wird aber nicht zu einem wesentlichen Trend werden, zumindest nicht 2018) oder ihre Bemühungen auf der nächsten Ebene, Gedanken lesen zu können. Angesichts dieser Tatsache ist es nicht möglich, alle potenziellen kommenden Entwicklungen und Mega-Trends abzuleiten, aber die oben genannten scheinen in den kommenden 12 Monaten zu den transformierendsten für Social Media-Vermarkter zu gehören.

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