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Social Media Teams sind im Kommen

Geschrieben von | September 13, 2014 | Jobtipps

Hat unsere Befragung von mehr als 100 Social Media Managern zu Beginn des Jahres noch ergeben, dass Social Media Manager oftmals nur „Einzelkämpfer“ sind, zeigt eine aktuelle Umfrage der BITKOM aus dem September 2014 einen erfreulichen Trend: Social-Media-Aktivitäten werden in Unternehmen immer häufiger von  Teams übernommen. Mehr als jedes dritte IT- und Telekommunikationsunternehmen (35 Prozent) setzen Teams für die Kommunikation in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing und Google+ oder auf Kanälen wie Twitter ein. 2013 gab es erst in jedem vierten Unternehmen (24 Prozent) solche speziellen Einheiten. Das ist das Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM unter Marketingverantwortlichen von ITK-Unternehmen.

„Social Media bekommt in den Unternehmen eine zunehmend größere Bedeutung und ist vielfach als Stabsstelle der Geschäftsführung unterstellt. Das bedeutet auch, dass die Kommunikation auf diesen Kanälen professioneller und intensiver betrieben wird“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Die meisten Unternehmen verfolgen mit ihren Social-Media-Aktivitäten klare Ziele. 85 Prozent wollen die eigene Bekanntheit steigern, 75 Prozent Mitarbeiter oder das Unternehmen als Experten positionieren. Ebenfalls häufig genannt werden die Ziele Dialogbereitschaft zeigen (51 Prozent), neue Bewerber rekrutieren (48 Prozent) oder Kunden gewinnen (47 Prozent). Von geringerer Bedeutung ist der Kundenservice, den nur rund jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) durch Social Media verbessern will. Gerade einmal 4 Prozent der Unternehmen geben an, keine spezifischen Ziele durch Social-Media-Aktivitäten zu verfolgen. „Einfach nur Social Media zu machen, weil es alle machen, reicht nicht aus. Unternehmen sollten eine klare, aus Unternehmens- und Marketingzielen abgeleitete Social-Media-Strategie haben und prüfen, welche Netzwerke und Kanäle sich hierfür eignen“, so Rohleder.

Die wachsende Bedeutung von Social Media für das Marketing zeigt sich auch daran, dass hierfür mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden. Das wichtigste Thema für die Marketing-Verantwortlichen der ITK-Unternehmen ist derzeit der steigende Ressourcenbedarf für Social Media. Mehr als jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) sieht sich vor dieser Herausforderung. Damit liegt Social Media vor Themen wie Datenschutz (51 Prozent) oder Budgetkürzungen (25 Prozent).

Auch der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat in einer aktuellen Studie aus dem September 2014 ähnliches herausgefunden:

  • In jedem vierten Unternehmen gibt es eigene Mitarbeiter oder Abteilungen für das Thema SocialMedia, drei Mitarbeiter stehen im Schnitt dort ausschließlich für dieses Thema zur Verfügung.
  • 38% der Unternehmen in Deutschland nutzen Social-Media-Aktivitäten
  • Die größten Erfolge verbuchen die Unternehmen in der Kundenbetreuung (63%), Kundenbindung (61%) und bei Werbekampagnen (57%).
  • Social-Media-Aktivitäten werden mehrheitlich im Rahmen einer ganzheitlichen Strategie verfolgt.
  • 53% erwarten eine Steigerung des Budgets für Social-Media-Aktivitäten.

Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier.

Wie Unternehmen ihre Social-Teams aufstellen, welche Firmenziele sie damit verbinden, mit welchen sozialen Netzwerken sie diese erreichen, wie sie sie messen und was die größte Social-Herausforderung ist? Das und noch viel mehr haben uns 102 Social Media Manager zwischen dem 01.1.2014 und 10.02.2014 in einer nicht-repräsentativen Umfrage verraten. Teilgenommen haben die unterschiedlichsten Unternehmen: Von Großkonzernen wie der Deutschen Bahn, Siemens oder Bertelsmann über Automobil-Hersteller wie BMW, Audi oder Daimler bis hin zu Stadtwerken, Volks- und Raiffeisenbanken oder Sparkassen.

So sehen Social-Teams aus

Zwei Drittel der Social-Media-Teams in deutschen Unternehmen bestehen aus höchstens fünf Mitarbeitern, wobei sogar 80% davon als One-Man-Show organisiert sind. Zwischen 5 und 10 Mitarbeiter zählen 13,7 Prozent der Befragten in ihrem Team. Jedes vierte Unternehmen hat mehr als zehn Social-Media-Mitarbeiter. 45% der befragten Social Media Manager können eine abgeschlossene Social Media Aus- oder Weiterbildung vorweisen. 54% der Social Media Manager geben an, dass ihr Unternehmen Social-Media-Weiterbildung anbietet.

Besteht das Social-Team aus mehr als einem Mitarbeiter, betreuen 40% jeweils schwerpunktmäßig einen Social-Kanal oder teilen sich ihre Arbeit nach Kampagnenart auf. 60% arbeiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf allen sozialen Kanälen (CRM, Marktforschung, Marketing,…) oder betreuen unterschiedliche Länder/Regionen/Sprachen. Vier Befragte, die geantwortet haben, dass Social Media in ihrem Unternehmen eine One-Man-Show ist, gaben an, dass sie alles zentral koordinieren, aber Zugriff auf Mitarbeiter in den Fachabteilungen haben (disziplinarisch/fachlich) oder es in den Abteilungen jeweils einen Social-Media-Botschafter gibt, den sie betreuen bzw. beraten.

Die Social-Missionen

Zwei von drei Social Media Managern treibt die Unternehmenskommunikation, jeder fünfte sieht sich als Enabler, der Mitarbeitern anderer Bereiche Kompetenz in Social-Themen vermittelt – denn Social Media wird als Disziplin angesehen, die in Zukunft möglichst viele Mitarbeiter beherrschen sollten. 12% gaben an, dass Social Media so etwas wie eine Stabsabteilung darstellt (mit Projektmitarbeitern aus unterschiedlichsten Abteilungen). Nur 6% der Befragten sind im Kundenbeziehungsmanagement angesiedelt. Bei 4 Befragten ist Social Media Marketing im Bereich des Online-/Performance-Marketings bzw. weiter gefasst im Marketing angesiedelt, versteht sich aber als Schnittstelle in unterschiedlichste Bereiche.

Das organisationale Verständnis von Social Media spiegelt sich auch in den Social-Zielen der Befragten wider:

PR und Marketing sind für nahezu 8 von 10 Social Media Managern am wichtigsten, gefolgt von CRM (9%), Employer Branding (8%) und Abverkauf (7%). 8 Befragten fiel es nicht leicht, sich für ein wichtigstes Ziel zu entscheiden – für sie sind die drei folgenden gleichgewichtet: Kundenbetreuung/CRM, Employer Branding und Unternehmenskommunikation

Die wichtigsten Plattformen im Netz

Was sind die wichtigsten Plattformen für Social Media Manager? Keine Überraschung unter den ersten Plätzen: Wichtigstes Netzwerk ist Facebook (75%), gefolgt von Twitter (14%). Xing ist auf Platz drei (6%) noch vor Google+ (3%), Instagram und LinkedIn (je 1%). Die größte Überraschung für uns: Weder Youtube noch das Corporate Blog wurde als Antwort auf die Frage genannt, welches das wichtigste soziale Netzwerk ist – und das, obwohl von 85% der befragten Social Media Manager Youtube nutzen und 8% mindestens ein Blog betreiben.

Die top-genutzten Social-Kanäle überraschen kaum: Facebook (96%), Twitter (91%), Youtube (85%), Google+ (78%), Xing (74%), LinkedIn (48%), Pinterest (46%), Instagram (37%) und Vine (11%).

Das Social-Media-Toolkit

Die Erkenntnis, dass eine professionelle Betreuung der Kanäle ein Mindestmaß an Investition in professionelle Tools erfordert, herrscht bei den von uns befragten Unternehmen zu 82,2%. Dieser Anteil der  Social-Media und Community Manager hat Zugriff auf mindestens ein Social-Media-Management und/oder -Monitoring Tool. Die Top-5 eingesetzten Angebote sind hier Hootsuite (45%), Tweetdeck (16%), Social Bench (12%), Talkwalker (8%) sowie  Facebook Insights, Fanpagekarma und Social Bakers mit jeweils 7%.

Die größten Social-Herausforderungen

Das Berufsbild des Social Media Managers etabliert sich langsam, die Ausbildung professionalisiert sich – da läuten andere schon die Sterbeglocken für die Social-Profession ein: Die sozialen Netzwerke seien schließlich Werkzeug für jeden einzelnen Mitarbeiter, nicht nur für einige wenige. Wie aber sieht die Realität aus?

Social by Design

Die Umfrage unter den 102 Social Media Managern zeigt, dass dieser Zustand noch lange nicht erreicht ist: Gefragt nach den größten Herausforderungen in ihrem Berufsalltag, antworten 30 Befragte, dass sie „immer noch“ für die Integration von Social Media kämpfen müssen, weil viele Unternehmen noch nicht begriffen haben, dass ihre Produkte und Dienstleistungen nicht fertig sind, wenn sie den Kunden erreicht haben, sondern dass ein konstanter Dialog gepflegt werden muss. Es geht um Interaktion und Kommunikation der Marke mit den Kunden, Fans und Followern – auch über das Internet hinaus und mit den verschiedensten Zielsetzungen im Blick.

Zeit also für Social Media Manager als vernetzte Botschafter die Silos aufzubrechen, über Abteilungsgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten und Social by Design zu werden. Um aber das volle Potenzial von Social Media auszuschöpfen, muss jeder einzelne Mitarbeiter vom Nutzen der Netzwerke überzeugt sein, beginnend bei der Unternehmensleitung – denn der Kunde ist schon so weit: Social Media ist Alltags-Internet, Enterprise 2.0 leider noch nicht (3 Befragte).

Der Social ROI

Genau hier liegt die zweitgrößte Herausforderung, die etwa jeder fünfte Befragte nannte: Monetarisierung bzw. eine überzeugende Antwort auf die Frage nach dem Return of Invest zu finden. Alle social-agierenden Abteilungen müssen dem Ressourcen-Einsatz immer stärker klar definierte Einnahmen gegenüberstellen. Der Kosten-Druck wird größer. Es wird folglich immer wichtiger, klare KPIs zu definieren, die auf Unternehmensziele einzahlen und diese mit den dafür  geeigneten Tools zu messen (vier Befragte nannten Monitoring als größte Herausforderung). Außerdem wird es immer entscheidender, der propagierten ROI- und Performance-Diskussion entgegenzuwirken – nicht nur mit Ergebnissen, deren Forderung in den jeweiligen Bereichen durchaus legitim ist, sondern auch mit überzeugenden inhaltlichen Konzepten für Branding, Image und Kundenbindung. Die Customer Journey in Social Media muss erwachsen werden – gerade in Zeiten immer stärker nachlassender Markentreue und zunehmender Bedeutung von (Freundes-)Empfehlungen.

Der Wettkampf um Reichweite und Sichtbarkeit

Eine weitere Herausforderung liegt in der Konzentrierung der Unternehmen auf einige wenige Plattformen, insbesondere auf Facebook. Gerade in Zeiten, in denen Facebook am Newsfeed-Algorithmus arbeitet und so native Reichweite erschwert, steigen die Kosten für die Sichtbarkeit der eigenen Inhalte. Darüber hinaus führt eine schleichende Sättigung der Netzwerke zu langsamerem Wachstum eben dieser Plattformen. Gleichzeitig steigt das Angebot an Inhalten, u.a. deshalb, weil viele Unternehmen erst jetzt auf den Zug aufspringen, stetig. Diese Voraussetzungen bedeuten steigendes Angebot/Content bei gleichbleibender Nachfrage/Nutzung, was sich negativ auf den Share of Voice der eigenen Inhalte auswirkt.

Storytelling is king – nicht nur auf Facebook

Das ist der Hintergrund der dritt- und viertgrößten Herausforderung im Social Media Marketing: Mit gutem, qualitativem Content einzigartig werden (15 Befragte) und das auf mehr als nur einer Plattform (11 Befragte) und für mehr als nur eine Zielgruppe.

Storytelling und Content Marketing wird immer wichtiger – anders formuliert, geht es darum, Geschichten hinter Produkten und Marken zu erzählen, die nicht nur nützlich sind, sondern auch unterhalten. Tag für Tag aufs Neue die Begeisterung aufrecht zu erhalten und nicht zu langweilen – und zwar mit individuell auf die jeweiligen Netzwerke zugeschnittene Inhalte.

Es geht also darum, die Abhängigkeit von einer zentralen Social-Plattform wie z.B. Facebook zu verringern, neue Trends und Netzwerke zu identifizieren und früh für die Unternehmenszwecke zu nutzen, ob Instagram für bildlastige Mehrwertinformationen zu den eigenen Marken und Produkten, Google+ weil Suchmaschinenoptimierung u.a. dadurch social geworden ist, Vine, z.B. weil kurze Videosequenzen mehr erklären als tausend Worte oder Pinterest, weil etwa „Produkt-Hacks“ sich darüber wunderbar teilen lassen, um nur einige Möglichkeiten zu nennen.

Interaktion fördern, Vertrauen schaffen

Die fünft-größte Herausforderung für Social Media Manager: Mit den individuellen Inhalten pro Kanal die Interaktion mit dem Kunden zu steigern und dem wachsenden Bedürfnis der Kunden, Dialog mit dem Unternehmen zu führen – positiv wie negativ – mit kurzen Antwortzeiten gerecht zu werden (7 Befragte), gerade vor dem Hintergrund des steigenden Echtzeitanspruchs dank der zunehmenden Mobilnutzung (4 Befragte) und u.a. damit das Vertrauen in Social Media zu stärken, das dank dem NSA-Abhörskandal und immer mal wieder aufflammenden Datenschutz-Diskussionen stets gefährdet scheint (4 Befragte).

Professionalisierung des Berufsbildes

Zu guter Letzt sehen vier Befragte eine Herausforderung in der Professionalisierung des Berufsbildes. Dabei geht es einerseits darum, Unternehmen mit normativen Berufsbildern in der Frage zu unterstützen, was sie eigentlich für ihr Unternehmen brauchen. Andererseits zeigt die Umfrage deutlich, dass eine Reihe von Social Media Managern heute noch primär die Tätigkeiten des Community Managers übernehmen und den direkten Dialog mit den Anspruchsgruppen führen.

Der Wunsch nach guten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die einen optimal auf die Herausforderungen der digitalen Berufe vorbereiten, ist noch längst nicht erfüllt.

Hintergrund der Studie

Die Studie wurde im Zeitraum von 01.01.2014 bis 10.02.2014 durchgeführt, teilgenommen haben 102 Befragte, die per XING akquiriert wurden.
Die Fragen wurden von Stefan Rippler, Autor von Berufsziel Social Media konzeptioniert und ausgewertet.

Die anschließende Interpretation und Prüfung der Ergebnisse fand in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband für Social Media und Community Manager, dem BVCM e.V. statt. Eine erweiterte Folgestudie in Kooperation mit dem BVCM e.V. ist bereits in Planung.

Alle Ergebnisse im Detail gibt hier.

Vorhersagen zur Social-Zukunft

Geschrieben von | Januar 11, 2014 | Infografiken

Was das neue Jahr so mit sich bringt, weiß niemand so ganz genau.

Um so spannender ist es, die Glaskugel zu bemühen und Voraussagen zu wagen. Offerpop hat das für die Social-Zukunft getan. Herausgekommen sind 5 Vorhersagen für 2014:

1. Konsumenten sind die neuen Content-Marketer: Mehr und mehr Unternehmen kuratieren Inhalte von Usern und nutzen sie zu Marketingzwecken, z.B. im Social Web.

2. Social hält Einzug in alle „klassischen“ Marketingkanäle: Ob in Fernsehwerbung, Print-Kampagnen oder Plakatwerbung: QR-Codes, die zu den Social-Kanälen führen, Hinweise auf Hashtags oder ähnliches findet sich immer mehr – dort, wo möglich, sogar eine Einbindung von Social Contet (Live Tweets im Fernsehen z.B.)

3. Die E-Mail wird social: Ob Live-Tweets in E-Mails, Facebook-Gewinnspiele zur Gewinnung von E-Mailadressen, bessere Targeting-Möglichkeiten durch gezielte Beschickung von Social Influencern – E-Mail und Social ergänzen sich optimal.

4. Social Commerce wächst weiter: Nicht nur Amazon experimentiert derzeit mit einer verstärkten Integration von sozialen Kanälen, etwa um seinen Freunden mitzuteilen, was man sich gerade tolles gekauft hat. Mehr und mehr E-Commerce-Anbieter werden folgen.

5. Social-Kampagnen bekommen mehr Gewicht im Marketing-Mix: 2013 haben Marken mit mehr als 100.000 Fans 30% mehr Social-Kampagnen umgesetzt als 2012, Tendenz: weiter steigend (Zahlen beziehen sich auf Firmen, die die Offerpop-Plattform nutzen – der Trend lässt sich aber verallgemeinern).

Hier die Infografik dazu:
Social-Zukunft

Und wohin entwickeln sich die Nutzerzahlen der Netzwerke? Die aktuellen Zahlen für Deutschland hat Christian Buggisch frisch recherchiert:

  • Facebook: 27 Millionen
  • Google Plus: 9 Millionen
  • Twitter: 1 Million
  • VZ Netzwerke: 1 Million
  • Xing: 7 Millionen
  • LinkedIn: 4,5 Millionen
  • Instagram: 3 Millionen
  • Pinterest: 1,5 Millionen
  • Foursquare: 500.000
  • Whatsapp: 20 Millionen

Zur Entwicklung der Zahlen in den nächsten Jahren wagt Wishpond eine Blick in die Zukunft  und sagt einen weiteren Boom der sozialen Netzwerke voraus:

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So social ist Deutschland

Geschrieben von | Dezember 2, 2013 | Infografiken, Jobtipps

Social Media Atlas 201375 Prozent der Onliner in Deutschland nutzen Social Media-Angebote. Aber es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. An Nummer 1 ist in diesem Jahr Bremen: 82 Prozent der Online sind social-aktiv. Am wenigsten social ist Mecklenburg-Vorpommern: Hier liegt die Quote nur bei 67 Prozent. Das ergab der „Social Media-Atlas 2013“,  zum dritten Mal vom IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung, der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforschungsdienstleister Toluna erhoben.

Neben der Nutzung der einzelnen Kanäle wurde untersucht, wie stark die veröffentlichten Inhalte die Konsum- und Kaufabsichten der User beeinflussen und wie sich das Surfverhalten der Einwohner einzelner Bundesländer unterscheidet. Daneben liefert die Studie Erkenntnisse, wie die Deutschen einzelne Kanäle beruflich oder privat nutzen, über welche Themen sie sich auf den Plattformen informieren und ob sie die Aktivitäten von Unternehmen im Social Web wahrnehmen. Für die bereits zum dritten Mal durchgeführte Studie wurden 3.426 Bundesbürger online-repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Bundesland befragt. Untersuchungszeitraum war der 19. August bis 8. September 2013.

Die sozialen Netzwerke nach Nutzungsintensität:

  1. 92% nutzen Facebook
  2. 87% Youtube
  3. 41% Google+
  4. 40% MyVideo
  5. 30% jeweils Twitter und Stayfriends
  6. 28% wer-kennt-wen.de
  7. 27% XING

 

Dr. Gunnar Bender von Facebook hat sich für UdL Digital, das Public Affairs-Forum der E-Plus-Gruppe, die diesjährige JIM-Studie, die ARD/ZDF-Onlinestudie und die PEW-Studie mal näher angesehen – und dabei die jungen Digitalen in den Fokus genommen – heraus kam eine Infografik, die im Wesentlichen aussagt, dass Teenager vergleichsweise überraschend socialmediakompetent sind, aber das ist leider nur die „halbe“ Wahrheit:

Die folgenden Daten sind erfreulich und der Infografik zu entnehmen:

  • 76% nutzen Social Networks täglich, 9 von 10 davon Facebook
  • zwei Drittel der Jugendlichen haben das Thema Social Media in der Schule behandelt
  • 87% haben die Privatsphäreeinstellungen selbstständig angepasst
  • 92% benutzen ihren realen Namen, 84% posten Angaben zu ihren Interessen

Auch positiv und erfreulich:

  • 60% der Jugendlichen halten ihre Facebookprofile privat bzw. stellen ihre Privatsphäreneinstellungen so vertraulich wie möglich ein
  • Alle Jugendlichen achten darauf, dass sie die „digitalen Freunde“ auch in der Realität kennen – 74% haben bereits Leute von ihrer Freundesliste gelöscht

Was die Infografik verschweigt, die Studie(n) aber auch aussagen, sind die folgenden alarmierenden Werte:

  • 91% haben ein persönliches Profilbild von sich hochgeladen
  • 71% geben an, wo sie wohnen (Stadt, nicht Adresse)
  • 53% geben ihre E-Mailadresse an
  • 20% geben ihre Mobilfunknummer an (2006: 2%)
  • 82% verraten ihr Geburtsdatum

Medienkompetenz ist und bleibt also ein wichtiges Thema – denn viele der oben genannten Zahlen sind zwar erfreulich, aber einige zeigen auch, dass in Sachen Datenkompetenz noch nicht die nötige Vorsicht da ist…

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Vier von fünf Internetnutzern in Deutschland sind in einem sozialen Netzwerk angemeldet und zwei Drittel nutzen sie aktiv. Das ergab eine repräsentative Studie des Hightech-Verbands BITKOM. Befragt wurden 1.016 Internetnutzer ab 14 Jahren.

Kernergebnisse:

  • Silver Surfer entdecken vermehrt das Social Web: Mehr als die Hälfte der Internetnutzer in der Generation 50-Plus sind derzeit in sozialen Netzwerken aktiv. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es erst 46 Prozent. „Die Nutzerstruktur sozialer Netzwerke entspricht heute nahezu der Internetbevölkerung in Deutschland“, sagte BITKOM-Vize-Präsident Achim Berg bei Vorstellung der Studienergebnisse. Waren bisher Social Networks eher von weiblicher Nutzerschaft geprägt, sind die Männer jetzt nahezu gleichgezogen: 68 Prozent der weiblichen Internetnutzer sind aktive Mitglieder in den Netzwerken, bei Männern sind es 67 Prozent. Vor zwei Jahren waren dagegen erst 61 Prozent der Männer in sozialen Netzwerken aktiv.
  • Neueinsteiger erfreuen sich Beliebtheit: Laut Umfrage konnten sich in Deutschland neben dem mit Abstand beliebtesten Netzwerk Facebook andere Communitys mit Erfolg etablieren oder neu in den Markt einsteigen. 56 Prozent der Internetnutzer sind aktive Mitglieder bei Facebook. Es folgen die Netzwerke Stayfriends mit 9 Prozent, vor Werkenntwen.de mit 8 Prozent und Xing mit 7 Prozent. Jeweils 6 Prozent der Internetnutzer sind bei Twitter und Google+ aktiv. Durchschnittlich sind User in Deutschland in 2,5 sozialen Netzwerken angemeldet und in 1,4 aktiv.
  • Am stärksten werden soziale Netzwerke von den Jüngeren genutzt: 87 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Internetnutzer sind aktive Mitglieder. Mit einem Anteil von 83 Prozent haben fast alle in dieser Altersgruppe ein Profil bei Facebook. Jeweils 9 Prozent nutzen Twitter, Google+ oder das Foto-Netzwerk Instagram. Die Musik-Community Soundcloud nutzen unter den Jüngeren 4 Prozent und die auf Fotos, Grafiken und Animationen setzenden Communitys Tumblr und Pinterest jeweils 3 Prozent. Sieben von zehn aktiven Mitgliedern (69 Prozent) nutzen die Netzwerke täglich. Ein Drittel sind Intensivnutzer, die eine Stunde oder länger pro Tag aktiv sind. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es mit 52 Prozent sogar mehr als die Hälfte.
  • Die Netzwerke werden im Wesentlichen zu vier Zwecken genutzt: Kommunikation, Information, Organisation und Unterhaltung. Laut Umfrage wollen sich 73 Prozent der Nutzer mit Freunden austauschen und 47 Prozent den Kontakt mit ihrer Familie pflegen. 38 Prozent informieren sich über das Tagesgeschehen, 36 Prozent wollen neue Kontakte knüpfen und 35 Prozent organisieren ihre Freizeitaktivitäten mit Hilfe der Netzwerke.
  • Sehr wichtig sind den Nutzern ihre Privatsphäre sowie der Umgang des Netzwerks mit ihren persönlichen Daten. 82 Prozent aller aktiven Nutzer haben sich mit den Privatsphäre-Einstellungen ihres Netzwerks beschäftigt, 69 Prozent haben diese auch verändert. Unter den 14- bis 29-Jährigen haben sich sogar 90 Prozent mit den Einstellungen auseinandergesetzt und 77 Prozent haben diese verändert. Die wichtigste technische Funktion ist für die Befragten das vollständige Löschen von persönlichen Daten: 93 Prozent der Nutzer halten das Löschen für wichtig oder sehr wichtig. 91 Prozent wollen festlegen können, wer welche Informationen sehen darf und 83 Prozent ist wichtig oder sehr wichtig, dass ihr Profil auf Wunsch nicht für jedermann auffindbar ist.

Die Studie als Infografik

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Auf die offiziellen Nutzungszahlen von Facebook-Deutschland haben wir schon lange gewartet – heute morgen waren sie in unserem Posteingang:

  • Über 25 Millionen monatlich aktive Nutzer in Deutschland
  • 18 Millionen monatlich aktive mobile Nutzer (65 % aller deutschen Smartphonenutzer)
  • 19 Millionen täglich aktive Nutzer
  • 13 Millionen täglich aktive mobile Nutzer

Die gesamte Grafik:

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Social Web = Rentner-Hochburg

Geschrieben von | August 1, 2013 | Jobtipps

Soziale Netzwerke werden auch für ältere Menschen immer spannender. Gut zwei von drei Onlinern über 50 (68 Prozent) sind bei mindestens einem der Dienste angemeldet. 2011 waren es nur 60 Prozent. Bei den über 65-jährigen Internetnutzern ist der Anstieg noch größer. Vor zwei Jahren waren 40 Prozent von ihnen bei sozialen Netzwerken. In diesem Jahr sind es bereits 66 Prozent. Insgesamt haben drei Viertel aller Internetnutzer (78 Prozent) bei zumindest einem sozialen Netzwerk ein Profil, zwei Drittel (67 Prozent) nutzen soziale Netzwerke aktiv. Das entspricht knapp 37 Millionen Deutschen oder jedem zweiten Bundesdeutschen. Und das sind repräsentative Zahlen des Internetverbands BITKOM. Aber Facebook und Co sind keine Alterserscheinung: In den jüngeren Altersklassen ist die Nutzung auf hohem Niveau weiter leicht gewachsen. So sind 76 Prozent der 30- bis 49-jährigen Internetnutzer bei einem sozialen Netzwerk angemeldet. 2011 waren es 72 Prozent. Bei den 14- bis 29-Jährigen Internetnutzern sind es 9 von 10.

Im rechnerischen Durchschnitt ist jeder Internetnutzer bei 2,5 sozialen Netzwerken angemeldet. Am häufigsten nutzen Schüler und Studenten entsprechende Dienste.

Social Media Examiner hat mehr als 3.000 Marketiers rund um Social Media Marketing befragt: Social Media Plattformen, Strategien, Monitoring und Kostencontrolling sind nur einige der angeschnittenen Themen.
Die wichtigsten Ergebnisse:

1. Social Media Marketing steht bei Marketern hoch im Kurs: Fast jeder (97%) der Befragten gaben an, aktiv Social Media Marketing zu betreiben. 86% stimmen der Aussage „Social Media Marketing ist wichtig für mein Unternehmen” (sehr stark) zu:
1
2. Facebook und LinkedIn sind für Marketiers  die beiden wichtigsten Netzwerke, Blogs sind wichtiger als Twitter, Youtube und Google+. Pinterest probieren erste Vertreter aus, Erfahrungen sind da kaum vorhanden:
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3. Groupon braucht keiner: Die tatsächliche Nutzung der Kanäle spiegelt das wider:  92% der Befragten nutzen Facebook, 80% Twitter und 70% LinkedIn. Deal/Gutscheinplattformen weit abgefallen auf dem vorletzten Platz:
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4. YouTube steht zum dritten Jahr in Folge an erster Stelle, wenn es um zukünftige Investments geht – auch wenn die Nutzungsintensität das nicht widerspiegelt: 69% der Befragten wollen YouTube dieses Jahr vermehrt einsetzen. Podcasts legen an Beliebtheit zu: 24% wollen diesen Bereich ausbauen. Für Facebook, Blogs, LinkedIn, Twitter, Google Plus und Pinterest planen je mehr als 50% eine erhöhte Aktivität. Instagram, Social Bookmarks folgen etwas abgeschlagen.
5. Wie viel Geld man mit Social Media Marketing machen kann? Das weiß fast niemand: Nur 26%  gaben an, den ROI ihrer Aktivitäten. Gefragt wurde: “Ich kann den ROI meiner Social Media Aktivität messen”. Hier die detaillierten Ergebnisse:
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6. Die erhöhte Anzahl und Frequenz der Werbekontakte ist der größte Benefit der Social Media Marketingkanäle, gefolgt von Trafficzuwachs, Markterkenntnisse (Marktforschung) und Kundenbindung. Schlusslicht: Abverkäufe generieren. Nicht überraschend.

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Was die Studie nicht beantworten kann:

• Was ist DIE effektivste Social Media Strategie?
• Wie erreiche ich am meisten Engagement/Interaktivität?
• Was sind die besten Social Media Marketing Tools?
• Wie messe ich den ROI von Social-Kampagnen?
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